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DoFollow vs. NoFollow Links – Umfassender SEO-Ratgeber

DoFollow und NoFollow sind Link-Attribute, die bestimmen, ob ein Backlink Ranking-Kraft weitergibt. Seit 2019 behandelt Google NoFollow als Hinweis statt als Anweisung. Erfahren Sie alles über die technische Umsetzung, SEO-Auswirkungen und die optimale Strategie.

Was sind DoFollow und NoFollow Links?

DoFollow und NoFollow sind Attribute, die das Verhalten von Backlinks gegenüber Suchmaschinen steuern. Ein DoFollow-Link (der Standard, wenn kein spezielles Attribut gesetzt ist) signalisiert Google, dass der Link als redaktionelle Empfehlung gilt und Link Equity (Ranking-Kraft) an die Zielseite weitergeben soll. Ein NoFollow-Link (gekennzeichnet durch das HTML-Attribut rel="nofollow") weist Suchmaschinen an, den Link nicht als Ranking-Signal zu werten.

Das NoFollow-Attribut wurde 2005 von Google, Yahoo und Microsoft gemeinsam eingeführt, um Kommentar-Spam in Blogs zu bekämpfen. Blogger konnten damit Links in Nutzerkommentaren als "nicht-redaktionell" kennzeichnen, sodass Spammer keinen SEO-Vorteil mehr daraus ziehen konnten. Seither hat sich die Verwendung von NoFollow weit über Blog-Kommentare hinaus verbreitet.

Im September 2019 hat Google die Behandlung von NoFollow grundlegend geändert: Anstatt NoFollow als strikte Anweisung zu behandeln, betrachtet Google es nun als Hinweis (hint). Das bedeutet, Google behält sich vor, NoFollow-Links trotzdem für das Crawling und die Ranking-Bewertung zu berücksichtigen, wenn es dies für angemessen hält. Gleichzeitig wurden zwei neue Link-Attribute eingeführt: rel="sponsored" für bezahlte Links und rel="ugc" für nutzergenerierte Inhalte.

Das Verständnis von DoFollow und NoFollow ist für jede Linkbuilding-Strategie essenziell. Es bestimmt, welche Links direkten Ranking-Einfluss haben und wie Sie Ihr Linkprofil ausgewogen gestalten.

Technische Umsetzung: HTML-Syntax und Attribute

Die Link-Attribute werden im HTML-Anker-Element (<a>) über das rel-Attribut definiert. Hier ist die vollständige technische Übersicht aller relevanten Link-Attribute.

DoFollow-Links (Standard)

Ein DoFollow-Link hat kein spezielles rel-Attribut oder verwendet rel="dofollow" (was technisch überflüssig ist, da DoFollow der Standard ist). Google folgt diesem Link, crawlt die Zielseite und überträgt Link Equity.

<!-- DoFollow-Link (Standard - kein Attribut nötig) -->
<a href="https://seograz.at/off-page-seo/">OffPage SEO Ratgeber</a>

<!-- Auch DoFollow (rel="dofollow" ist überflüssig aber möglich) -->
<a href="https://seograz.at/" rel="dofollow">SEO Graz</a>

NoFollow-Links

Das rel="nofollow"-Attribut signalisiert Google, den Link nicht als Ranking-Signal zu werten. Seit 2019 behandelt Google dies als Hinweis, nicht als strikte Anweisung.

<!-- NoFollow-Link -->
<a href="https://beispiel.at/" rel="nofollow">Externer Link</a>

<!-- NoFollow mit weiteren Attributen -->
<a href="https://beispiel.at/" rel="nofollow noopener" target="_blank">Externer Link</a>

Sponsored-Links (seit 2019)

Das rel="sponsored"-Attribut kennzeichnet bezahlte Links, Werbelinks und Affiliate-Links. Google erwartet, dass alle kommerziellen Links dieses Attribut oder NoFollow tragen.

<!-- Sponsored-Link (bezahlte Werbung) -->
<a href="https://shop.at/produkt/" rel="sponsored">Zum Angebot</a>

<!-- Kombination: Sponsored + NoFollow -->
<a href="https://partner.at/" rel="sponsored nofollow">Partner-Link</a>

UGC-Links (seit 2019)

Das rel="ugc"-Attribut (User Generated Content) kennzeichnet Links aus nutzergenerierten Inhalten wie Kommentaren, Forenbeiträgen oder Wiki-Einträgen.

<!-- UGC-Link (nutzergenerierter Inhalt) -->
<a href="https://nutzer-seite.at/" rel="ugc">Nutzer-Link</a>

<!-- Kombination: UGC + NoFollow -->
<a href="https://nutzer-blog.at/" rel="ugc nofollow">Blog-Empfehlung</a>
Attribut HTML-Code Bedeutung Link Equity Einführung
DoFollow (kein Attribut) Redaktionelle Empfehlung Wird weitergegeben Standard seit Anbeginn
NoFollow rel="nofollow" Keine Empfehlung Hinweis (Hint) seit 2019 2005
Sponsored rel="sponsored" Bezahlter/kommerzieller Link Nicht weitergegeben September 2019
UGC rel="ugc" Nutzergenerierter Inhalt Nicht weitergegeben September 2019

Praxis-Tipp: Sie können mehrere Attribute kombinieren, z. B. rel="nofollow sponsored" oder rel="ugc nofollow". Die Kombination schadet nicht und sorgt für maximale Klarheit gegenüber Google. Im Zweifelsfall ist es besser, ein Attribut zu viel als zu wenig zu setzen.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen DoFollow und NoFollow

Die Unterschiede zwischen DoFollow- und NoFollow-Links haben direkte Auswirkungen auf Ihre SEO-Strategie. Hier ist eine detaillierte Gegenuberstellung.

Link Equity (Link Juice) Weitergabe

DoFollow-Links geben Link Equity an die Zielseite weiter. Das bedeutet: Wenn eine Website mit hoher Domain Authority einen DoFollow-Link zu Ihrer Seite setzt, profitiert Ihre Seite direkt durch einen Anstieg der Ranking-Kraft. NoFollow-Links geben offiziell keine Link Equity weiter, wobei Google seit 2019 Ausnahmen machen kann.

Crawling und Indexierung

Historisch folgte Google NoFollow-Links nicht und crawlte die Zielseiten nicht. Seit 2019 kann Google NoFollow-Links beim Crawling berücksichtigen. In der Praxis bedeutet das: Ein NoFollow-Link von einer großen, häufig gecrawlten Website kann dazu beitragen, dass Google Ihre Seite schneller entdeckt und indexiert, auch wenn der direkte Ranking-Effekt gering ist.

Ranking-Einfluss

DoFollow-Links haben einen direkten, messbaren Einfluss auf Rankings. Sie sind der primäre Mechanismus, durch den Backlinks die Suchmaschinenplatzierung verbessern. NoFollow-Links haben keinen garantierten direkten Ranking-Einfluss, können aber seit der 2019er-Änderung in bestimmten Fällen dennoch als Ranking-Signal genutzt werden. Googles Algorithmus entscheidet selbständig, ob ein NoFollow-Link berücksichtigt wird.

Natürlichkeit des Linkprofils

Ein natürliches Linkprofil enthält immer eine Mischung aus DoFollow- und NoFollow-Links. Eine Website, die ausschließlich DoFollow-Links erhält, wirkt unnatürlich, da in der Realität viele Plattformen (Social Media, Wikipedia, Foren, Pressemitteilungen) standardmäßig NoFollow setzen. Ein gesundes Verhältnis liegt typischerweise bei 60-80 Prozent DoFollow und 20-40 Prozent NoFollow.

DoFollow vs. NoFollow im Überblick

  • DoFollow: Gibt Link Equity weiter, direkt ranking-relevant, redaktionelle Empfehlung
  • NoFollow: Kein garantierter Link-Equity-Transfer, seit 2019 als Hinweis behandelt
  • Sponsored: Für bezahlte Links, kein Ranking-Einfluss, vermeidet Abstrafung
  • UGC: Für nutzergenerierte Inhalte, kein Ranking-Einfluss
  • Ein natürliches Linkprofil braucht beide Typen
  • NoFollow-Links haben indirekten Wert: Traffic, Markenbekanntheit, Crawling

Wann sollten Sie NoFollow, Sponsored und UGC verwenden?

Als Webseitenbetreiber müssen Sie entscheiden, welche ausgehenden Links DoFollow und welche NoFollow (oder Sponsored/UGC) sein sollten. Die richtige Verwendung schützt Sie vor möglichen Google-Abstrafungen und signalisiert Transparenz.

NoFollow verwenden bei:

  • Links, denen Sie nicht vollständig vertrauen: Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Zielseite vertrauenswürdig ist
  • Links zu nicht-vertrauenswürdigen Quellen: User-generierter Content, den Sie nicht vollständig kontrollieren
  • Links, die nicht als Empfehlung gedacht sind: Z. B. Verweise auf negative Beispiele oder Wettbewerber
  • Seitenweite Links: Links in Widgets, Embeds oder automatisch generierten Bereichen

Sponsored verwenden bei:

  • Bezahlter Werbung: Alle Links, für die eine Gegenleistung erbracht wurde
  • Affiliate-Links: Links, die zu Provisionseinnahmen führen
  • Gesponserten Beiträgen: Wenn für den Beitrag oder die Erwähnung bezahlt wurde
  • Produkttests mit kostenlosen Produkten: Auch kostenlose Waren/Dienstleistungen gelten als Bezahlung

UGC verwenden bei:

  • Blog-Kommentaren: Links, die von Nutzern in Kommentaren gesetzt werden
  • Forenbeiträgen: Links in Community-Diskussionen
  • Wiki-Einträgen: Von Nutzern erstellte oder bearbeitete Inhalte
  • Nutzerrezensionen: Links in Bewertungen und Erfahrungsberichten

DoFollow beibehalten bei:

  • Redaktionellen Empfehlungen: Links, die Sie freiwillig und aus Überzeugung setzen
  • Quellenangaben: Links zu Studien, Statistiken und Primärquellen
  • Partnerseiten: Vertrauenswürdige, thematisch relevante Websites
  • Internen Links: Interne Verlinkungen sollten immer DoFollow sein

Wichtig: Bezahlte Links ohne NoFollow- oder Sponsored-Attribut verstoßen gegen die Google-Richtlinien. Wenn Google erkennt, dass ein DoFollow-Link kommerziell motiviert ist (Linkkauf, Sponsored Post ohne Kennzeichnung), drohen manuelle Maßnahmen für beide Seiten: den Linkgeber und den Linkempfänger. Kennzeichnen Sie bezahlte Links immer korrekt.

SEO-Auswirkungen: Die Rolle von DoFollow und NoFollow im Ranking

Die Bedeutung von DoFollow- und NoFollow-Links für das Ranking hat sich im Laufe der Jahre erheblich verändert. Hier ist die aktuelle Einschätzung für 2025/2026.

Die Entwicklung seit 2019

Vor 2019 war die Unterscheidung klar: DoFollow = Ranking-relevant, NoFollow = kein Ranking-Einfluss. Seit Googles Änderung im September 2019 ist die Situation nuancierter. Google behandelt NoFollow, Sponsored und UGC als Hinweise, die der Algorithmus berücksichtigen kann, aber nicht muss. Dies gibt Google mehr Flexibilität bei der Bewertung von Links.

Wann berücksichtigt Google NoFollow-Links?

Google hat nicht offengelegt, wann genau NoFollow-Links als Ranking-Signal genutzt werden. SEO-Experten und Studien deuten darauf hin, dass Google NoFollow-Links eher berücksichtigt, wenn sie von hochrelevanten, autoritären Quellen stammen (z. B. Wikipedia), in einem redaktionellen Kontext stehen, das NoFollow-Attribut aus technischen oder rechtlichen Gründen gesetzt wurde (z. B. allgemeine CMS-Einstellung) und wenn wenige andere Signale zur Bewertung verfügbar sind.

Der indirekte Wert von NoFollow-Links

Selbst wenn ein NoFollow-Link keinen direkten Ranking-Einfluss hat, bietet er erheblichen indirekten Wert: Referral-Traffic von der verlinkenden Website, erhöhte Markenbekanntheit und Brand Mentions, Potenzial für sekundäre DoFollow-Links (Leser sehen den Link und verlinken selbst), Stärkung der Präsenz in AI Overviews und Generative Engine Optimization, Crawling-Unterstützung für Google und soziale Signale.

Das ideale DoFollow/NoFollow-Verhältnis

Es gibt kein perfektes Verhältnis, aber ein natürliches Linkprofil zeigt typischerweise 60-80 Prozent DoFollow-Links und 20-40 Prozent NoFollow-/Sponsored-/UGC-Links. Extreme Abweichungen in beide Richtungen sind verdächtig: Ein Profil mit 100 Prozent DoFollow wirkt manipuliert, eines mit 90 Prozent NoFollow deutet auf fehlende redaktionelle Empfehlungen hin.

DoFollow und NoFollow Links prüfen

Das Prüfen, ob ein Link DoFollow oder NoFollow ist, gehört zum Handwerkszeug jedes SEO-Profis. Hier sind verschiedene Methoden.

Methode 1: Quellcode prüfen

Rechtsklick auf den Link in Ihrem Browser, "Element untersuchen" wählen und im HTML-Code nach dem rel-Attribut suchen. Wenn rel="nofollow", rel="sponsored" oder rel="ugc" vorhanden ist, handelt es sich nicht um einen DoFollow-Link. Fehlt das rel-Attribut oder enthält es nur andere Werte (wie "noopener"), ist es ein DoFollow-Link.

<!-- So prüfen Sie im Quellcode -->

<!-- DoFollow (kein nofollow/sponsored/ugc im rel-Attribut) -->
<a href="https://seograz.at/" target="_blank" rel="noopener">SEO Graz</a>

<!-- NoFollow (rel enthält "nofollow") -->
<a href="https://beispiel.at/" rel="nofollow noopener" target="_blank">Beispiel</a>

<!-- Meta-Robots NoFollow (gilt für ALLE Links auf der Seite) -->
<meta name="robots" content="nofollow">

Methode 2: Browser-Extensions

Chrome-Extensions wie NoFollow, SEO META in 1 CLICK oder die MozBar markieren NoFollow-Links farblich direkt auf der Seite. Dies ist die schnellste Methode für eine visuelle Prüfung.

Methode 3: SEO-Tools

Ahrefs, Semrush und Moz zeigen in ihren Backlink-Reports an, welche eingehenden Links DoFollow und welche NoFollow sind. Dies ermöglicht eine systematische Analyse Ihres gesamten Linkprofils. Die Google Search Console unterscheidet allerdings nicht zwischen DoFollow und NoFollow in ihrem Links-Report.

Methode 4: Meta-Robots NoFollow

Beachten Sie, dass NoFollow nicht nur auf Link-Ebene, sondern auch auf Seitenebene gesetzt werden kann. Das Meta-Robots-Tag <meta name="robots" content="nofollow"> macht alle ausgehenden Links einer Seite zu NoFollow-Links, unabhängig von den einzelnen Link-Attributen. Prüfen Sie daher immer auch den Head-Bereich der verlinkenden Seite.

DoFollow/NoFollow in der Linkbuilding-Strategie

Ein professionelles Linkbuilding berücksichtigt die DoFollow/NoFollow-Verteilung strategisch. Hier sind Empfehlungen für die Praxis.

DoFollow-Links priorisieren, NoFollow nicht ignorieren

Ihr primäres Linkbuilding-Ziel sollten hochwertige DoFollow-Links sein, da sie den stärksten direkten Ranking-Einfluss haben. Aber ignorieren Sie NoFollow-Möglichkeiten nicht. Ein NoFollow-Link von einer hochrelevanten, stark frequentierten Website (z. B. Wikipedia, renommiertes Forum, großes Nachrichtenportal) kann durch Referral-Traffic und indirekten SEO-Wert wertvoller sein als ein DoFollow-Link von einer unbedeutenden Seite.

Natürliches Linkprofil aufbauen

Streben Sie ein ausgewogenes Profil an. Wenn Sie nur DoFollow-Links aufbauen, wirkt Ihr Linkprofil künstlich. Natürliche Linkquellen wie Social Media, Verzeichnisse und Foren setzen standardmäßig NoFollow, und deren Fehlen im Linkprofil wäre verdächtig. Nutzen Sie diese Plattformen aktiv für den Traffic und die Markenbekanntheit, auch wenn die Links NoFollow sind.

Ausgehende Links strategisch setzen

Auf Ihrer eigenen Website sollten ausgehende Links zu vertrauenswürdigen, thematisch relevanten Quellen DoFollow sein. Das signalisiert Google, dass Sie eine vertrauenswürdige Website sind, die auf hochwertige Quellen verweist. NoFollow setzen Sie nur bei kommerziellen Links, User-Generated Content und Links zu nicht vollständig vertrauenswürdigen Zielen.

Checkliste: DoFollow/NoFollow-Strategie

  • ✓ DoFollow-Links als primäres Linkbuilding-Ziel definieren
  • ✓ NoFollow-Links für Traffic und Markenbekanntheit nutzen
  • ✓ Ausgewogenes Verhältnis im Linkprofil anstreben (60-80% DoFollow)
  • ✓ Bezahlte Links immer mit Sponsored oder NoFollow kennzeichnen
  • ✓ UGC-Attribut für nutzergenerierte Inhalte verwenden
  • ✓ Eigene ausgehende redaktionelle Links als DoFollow belassen
  • ✓ Linkprofil regelmäßig auf DoFollow/NoFollow-Verteilung prüfen
  • ✓ Interne Links immer als DoFollow setzen

Häufige Fehler bei DoFollow und NoFollow

Im Umgang mit Link-Attributen gibt es typische Fehler, die sowohl die eigene Website als auch die Linkbuilding-Strategie negativ beeinflussen können.

Fehler 1: Alle ausgehenden Links auf NoFollow setzen

Manche Webmaster setzen aus Angst vor "Link Juice Verlust" alle ausgehenden Links auf NoFollow. Das ist kontraproduktiv: Google erwartet, dass redaktionelle Empfehlungen als DoFollow verlinkt werden. Eine Website, die nie DoFollow-Links nach außen setzt, wirkt unnatürlich und verliert an Vertrauenswürdigkeit.

Fehler 2: Bezahlte Links als DoFollow belassen

Dies ist ein Verstoß gegen die Google-Richtlinien und kann zu manuellen Maßnahmen führen. Alle kommerziellen Links (bezahlte Werbung, Affiliate-Links, gesponserte Beiträge) müssen mit NoFollow oder Sponsored gekennzeichnet werden.

Fehler 3: NoFollow-Links im Linkbuilding komplett ignorieren

Wer nur auf DoFollow-Links achtet, verpasst wertvolle Möglichkeiten. Ein NoFollow-Link von einer großen Nachrichtenwebsite bringt direkten Traffic, stärkt die Marke und kann zu weiteren DoFollow-Links führen. Zudem trägt er zu einem natürlichen Linkprofil bei.

Fehler 4: Interne Links auf NoFollow setzen

Interne Links sollten grundsätzlich DoFollow sein, damit die Link Equity frei innerhalb Ihrer Website fließen kann. Das frühere Konzept des "PageRank Sculpting" (bestimmte interne Links auf NoFollow setzen, um Link Equity zu steuern) funktioniert seit 2009 nicht mehr wie beabsichtigt und wird nicht empfohlen.

Fehler 5: Die neuen Attribute (Sponsored, UGC) ignorieren

Seit 2019 bietet Google differenziertere Attribute. Obwohl NoFollow weiterhin funktioniert, gibt die Verwendung von Sponsored und UGC Google präzisere Informationen über die Art des Links. Dies hilft Google, Ihr Linkprofil besser zu verstehen, und zeigt, dass Sie die aktuellen Best Practices kennen.

Die Zukunft von Link-Attributen

Die Rolle von Link-Attributen entwickelt sich stetig weiter. Hier sind die aktuellen Trends und Prognosen für 2025/2026.

Googles KI und Link-Bewertung

Mit der zunehmenden Integration von KI in die Google-Suche wird die Bewertung von Links intelligenter. Google kann den Kontext eines Links besser verstehen: Ist der Link eine echte Empfehlung oder nur eine Pflichtangabe? Steht er in einem positiven oder negativen Kontext? Passt er thematisch zum umgebenden Text? Diese kontextuelle Analyse macht reine Attribut-basierte Bewertung weniger relevant.

Link-Attribute im Kontext von AI SEO

Im Zeitalter von AI Overviews und Generative Engine Optimization gewinnen Links als Quellensignal an Bedeutung. KI-Systeme nutzen Links, um vertrauenswürdige Quellen zu identifizieren. Ob ein Link DoFollow oder NoFollow ist, spielt für KI-Zitierungen möglicherweise eine geringere Rolle als die Autorität und Relevanz der verlinkenden Quelle.

Brand Mentions und Entity-Signale

Google kann inzwischen Markenerwähnungen (Brand Mentions) auch ohne Link erkennen und als Vertrauenssignal werten. Dieser Trend deutet darauf hin, dass die strikte Unterscheidung zwischen "Link" und "kein Link" in Zukunft an Bedeutung verlieren könnte. Dennoch bleiben Links die präziseste Form der digitalen Empfehlung.

Nützliche Tools

Ahrefs Backlink Checker

Zeigt für jeden eingehenden Link an, ob er DoFollow, NoFollow, Sponsored oder UGC ist. Ermöglicht die Filterung des Linkprofils nach Attributtyp.

Semrush Backlink Analytics

Detaillierte Aufschlüsselung des DoFollow/NoFollow-Verhältnisses. Identifiziert Veränderungen im Attribut-Mix über die Zeit.

Moz Link Explorer

Zeigt Link-Attribute in der Backlink-Analyse. Kostenloser Zugang über die MozBar Chrome Extension für Einzelprüfungen.

NoFollow Chrome Extension

Kostenlose Browser-Erweiterung, die NoFollow-Links direkt auf der Seite farblich hervorhebt. Ideal für schnelle visuelle Prüfungen.

SEO META in 1 CLICK

Chrome Extension, die alle Meta-Informationen einer Seite anzeigt, einschließlich Meta-Robots-NoFollow-Tags und Link-Attribute.

Screaming Frog SEO Spider

Crawlt Ihre Website und zeigt alle ausgehenden Links mit ihren Attributen. Nützlich für die Prüfung der eigenen NoFollow-Vergabe.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen DoFollow und NoFollow?

DoFollow-Links sind der Standard und geben Link Equity (Ranking-Kraft) an die Zielseite weiter. NoFollow-Links tragen das Attribut rel="nofollow" und signalisieren Google, den Link nicht als Ranking-Signal zu werten. Seit 2019 behandelt Google NoFollow als Hinweis, nicht als strikte Anweisung, was bedeutet, dass auch NoFollow-Links gelegentlich berücksichtigt werden können.

Haben NoFollow-Links überhaupt einen SEO-Wert?

Ja, auch wenn der direkte Ranking-Einfluss gering ist. NoFollow-Links bieten indirekten Wert: Referral-Traffic, Markenbekanntheit, schnelleres Crawling durch Google, Potenzial für sekundäre DoFollow-Links und ein natürlicheres Linkprofil. Zudem behält Google sich seit 2019 vor, NoFollow-Links für Ranking-Zwecke zu berücksichtigen.

Wann sollte ich rel="sponsored" statt rel="nofollow" verwenden?

Verwenden Sie rel="sponsored" für alle bezahlten Links: Werbeanzeigen, Affiliate-Links, gesponserte Beiträge und jede Form der kommerziellen Verlinkung. Google empfiehlt Sponsored für eine präzisere Klassifizierung. NoFollow funktioniert weiterhin für bezahlte Links, aber Sponsored gibt Google genauere Informationen über die Art des Links.

Wie erkenne ich, ob ein Link DoFollow oder NoFollow ist?

Es gibt mehrere Methoden: Rechtsklick auf den Link und "Element untersuchen" wählen, um den Quellcode zu prüfen. Nutzen Sie Browser-Extensions wie NoFollow oder MozBar für visuelle Hervorhebung. In SEO-Tools wie Ahrefs oder Semrush wird das Attribut in der Backlink-Analyse angezeigt.

Sollte ich auf meiner Website alle ausgehenden Links auf NoFollow setzen?

Nein. Redaktionelle Empfehlungen und Verweise auf vertrauenswürdige Quellen sollten DoFollow bleiben. Nur bezahlte Links, nutzergenerierte Inhalte und Links zu nicht vertrauenswürdigen Quellen benötigen NoFollow, Sponsored oder UGC. Eine Website, die nie DoFollow-Links nach außen setzt, wirkt unnatürlich.

Was passiert, wenn ich bezahlte Links als DoFollow belasse?

Das verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann zu manuellen Maßnahmen (Penalty) führen, sowohl für die verlinkende als auch für die verlinkte Website. Googles SpamBrain erkennt bezahlte Link-Muster immer zuverlässiger. Kennzeichnen Sie bezahlte Links immer mit Sponsored oder NoFollow.

Wie sollte das DoFollow/NoFollow-Verhältnis in meinem Linkprofil aussehen?

Ein natürliches Linkprofil zeigt typischerweise 60-80 Prozent DoFollow und 20-40 Prozent NoFollow/Sponsored/UGC-Links. Extreme Abweichungen (z. B. 99 Prozent DoFollow) können auf Manipulation hindeuten. Social Media, Verzeichnisse und Foren setzen natürlich NoFollow, sodass ein gewisser NoFollow-Anteil völlig normal ist.

Beeinflussen NoFollow-Links die Domain Authority?

Bei Moz fließt NoFollow in die DA-Berechnung ein, bei Ahrefs DR hingegen nicht (nur DoFollow-Links). Der Einfluss von NoFollow-Links auf die tatsächlichen Google-Rankings ist seit 2019 möglich, aber nicht garantiert. Für ein gesundes Linkprofil sind beide Typen wichtig.

Was ist rel="ugc" und wann verwende ich es?

UGC steht für User Generated Content und kennzeichnet Links aus nutzergenerierten Inhalten wie Blog-Kommentaren, Forenbeiträgen oder Wiki-Einträgen. Verwenden Sie es, wenn Nutzer Links auf Ihrer Website setzen können, die Sie nicht vollständig kontrollieren. UGC kann mit NoFollow kombiniert werden: rel="ugc nofollow".

Sollte ich interne Links auf NoFollow setzen?

Nein. Interne Links sollten grundsätzlich DoFollow sein, damit Link Equity frei innerhalb Ihrer Website fließen kann. Das frühere Konzept des PageRank Sculpting funktioniert seit 2009 nicht mehr. Verwenden Sie stattdessen eine durchdachte interne Verlinkungsstruktur, um die Link Equity optimal zu verteilen.